Die Planeten Uranus, Neptun und Pluto werden als Langsamläufer bezeichnet. Sie halten sich jahrelang in einem Tierkreiszeichen auf und prägen die Zeitqualität dieser Jahre. Deshalb ist es besonders interessant, wenn sie das Zeichen wechseln. In diesem Jahr werden gleich zwei Langsamläufer das Zeichen wechseln. Sie stehen bereits an der „Schwelle“: Das alte Zeichen haben sie noch nicht verlassen, sie sind kurz davor, das nachfolgende Zeichen zu betreten. Bereits am 26. Januar 2026 wird Neptun endgültig in das Zeichen Widder eintreten, am 26. April wechselt Uranus in das Zeichen Zwillinge.
De Zeit, in der sich ein Langsamläufer in einem Zeichen aufhält, hat Einfluss auf die Entwicklung des Kollektiv, auf die Gesellschaft. Neptun stand seit 2013 in den Fischen. In den Fischen steht Neptun in seiner Würde, er steht dort in seinem eigenen Zeichen, denn Neptun gilt als moderner Herrscher des Fische-Zeichens. So sollte Neptuns Wirken sehr gut erkennbar sein. Was ist geschehen in den letzten 12 Jahren, was zur Neptun-Symbolik in den Fischen gehört?
Neptun symbolisiert auf kollektiver Ebene Auflösung, Verschwimmen von Strukturen, Ideale, Visionen, Spiritualität, Mitgefühl, Täuschung, Propaganda und Massenpsychologie. Im Zeichen Fische kann Neptun eben diese Wirkung frei entfalten. Und was geschah in den Jahren 2013 bis 2025? Passend zur Neptun-Fische-Symbolik fällt auf, dass die Sozialen Medien sich durchgesetzt haben, und zum Ende sehen wir die Zunahme der künstlichen Intelligenz. Es wird immer schwieriger, Realität und Trug zu unterscheiden. Fake-News verbreiten sich ungehindert. Die sozialen Medien habe dazu geführt, dass Menschen sich stärker über Gefühle, Bilder und Geschichten als über Logik beeinflussen lassen. Auch die Corona-Pandemie passt zu Neptun in den Fischen und ebenso die immer stärkere Zuwanderung der Flüchtlinge. Flucht ist ebenfalls ein Neptun-Thema, aber auch Mitgefühl.
Wenn Neptun nun in da Zeichen Widder wandert, so bedeutet dies ein Aufwachen aus den Neptun-Träumen. Es kann auch bedeuten, dass neue Ideale auftauchen, für die sich Menschen aktiv engagieren. Dies können soziale Reformen sein. Die Gefahr von Polarisierungen ist hoch. Wenn wir die Wirkung Neptuns auf das Zeitgeschehen verstehen wollen, können wir aus der Geschichte lernen. Neptun befand sich zuletzt vor 164 am Beginn des Widder-Zeichens. Es lohnt sich, in den Geschichtsbüchern zu blättern und nachzulesen, was auf kollektiver Ebene in jener Zeit in der Welt geschah.
In dieser Zeit (1861 bis 1873) fällt de Veröffentlichung des ersten Bandes „Das Kapital“ von Marx, den er 1871 veröffentlichte. Damit entstand eine neue politische Ideologie. Wirtschaftlich fällt in diese Zeit die Industrialisierung mit der Stahlindustrie und dem Eisenbahnbau. In Deutschland bildete sich das Deutsche Kaiserreich.
Doch wir befinden uns nun im Jahr 2026. Neptun betritt nun endgültig das Zeichen Widder. Für mich ist das so, wie ein Sonnenaufgang: Die voll Strahlkraft der Sonne muss sich erst noch entfalten. Im Laufe der nächsten Jahre wird sich die Kraft Neptuns im Widder in drei Phasen entfalten – analog des Dreiklangs „kardinal – fix – veränderlich“: Zunächst kommen die Dinge ins Bewusstsein, es zeigt sich, dass die alten Strukturen und Ordnungen nicht mehr tragfähig sind. In der zweiten Phase müssen Entscheidungen gefällt werden. Die letzte Phase ist die Phase der Konsolidierung. Die neue Ordnung setzt sich durch.
Uranus in den Zwillingen ist weniger dramatisch. Uranus ist Herrscher des Luftzeichens Wassermann, Zwillinge ist ebenfalls ein Luftzeichen. Damit ist Uranus in seinem ihm vertrauten Luft-Element. Uranus wird mit Elektronik und Computertechnik in Verbindung gebracht. Dies wird für die technische Entwicklung wohl förderlich sein.
Zum Schluss möchte ich darauf hinweisen: Astrologie ist keine Wahrsagerei. Seriöse Astrologen werden keine konkreten Ereignisse voraussagen. Astrologie zeigt den Zeitgeist an, der Impulse geben wird. Wie diese genutzt werden, entscheiden wir Menschen selbst. Und diese Entscheidungen bestimmen die Zukunft. Wie heißt es noch? „Die Sterne machen geneigt. Sie zwingen nicht.“